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Wieder Rechtsextreme in Gyöngyöspata: Ausgangssperre für Roma

29. Mai 2011

Die Polizei sagte den Roma von Gyöngyöspata gestern Abend, auf dem Hügel beim Ort hielten sich etwa 50 “Naturfreunde” auf, sie hätten nichts zu befürchten, sollten aber ihre Häuser nicht verlassen und die “Naturfreunde” nicht provozieren. Letztere waren laut Einwohnerberichten Glatzen in schwarzer Ledermontur, plus ca. 20 saufende Motorradfahrer mit Fahnen an der Tankstelle. Für heute Nachmittag hat Jobbiks Bürgermeisterkandidat Oszkár Juhász im Ort eine Demonstration angemeldet.

Index beruft sich auf die Facebook-Gruppe „Hunderttausend für Gyöngyöspata“, aus der folgende Zitate sind:

“Die Polizei kam zu mir und hat mir mitgeteilt: Habt keine Angst, wenn ihr Leute auf dem Kecskekô-Hügel seht, das sind nur Naturschützer, die einen Ausflug machen!“

“Klar, Naturschützer. Die Polizei sagte um 18.00, daß niemand sein Haus verlassen soll. Damit es keine Provokationen gibt. Und es nicht zu Zwischenfällen kommt.“

„Was haben die denn an?“

“Diese “Naturschützer” tragen schwarze Lederklamotten.“

“Bislang ist es in Gyöngyöspata NICHT zu Zusammenstößen gekommen. Nur werden gerade wieder die Voraussetzungen dafür geschaffen.“

„Ich fürchte ja, das war bis jetzt nur eine Generalprobe in Kostüm.“

Der Polizeisprecher des Komitates Heves hat inzwischen dementiert, daß die Polizei den Roma solche Anweisungen gegeben hätte, und daß ein Motorradkorso in Gyöngyöspata weder angemeldet worden sei noch stattgefunden habe. (Origo)

Kommentar auf der Facebook-Gruppe:

“Allmählich fängt jeder Satz der Polizei so an:  Wir wissen nicht davon, wir können nichts dafür, wir haben… nicht gesagt, … nicht gesehen etc.”

Update 2.6.:

Bei diesen “Naturfreunden” handelt es sich offenbar um eine neue Gruppierung, den “Freiwilligen Bürgerlichen Patrouilledienst”  Önkéntes Polgári Járőrszolgálat (ÖPJSZ), so die Népszava in Berufung auf ihre Facebook-Gruppe. Es handelt sich nicht um einen eingetragenen Verein, sondern um “Staatsbürger, die nur ihre Pflicht tun und Straftaten der Polizei melden.” Und da sie nicht in Uniform, sondern “nur” in Tarnklamotten unterwegs sind, besteht offenbar kein Verstoß gegen das neue Bürgerwehrgesetz.

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