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Ein Schwedenbitter als Aperitiv

24. November 2009

In einem Kurzreport des schwedischen Fernsehens neulich (siehe mein Post) kam Jobbik nicht allzu gut weg. Der internationale Pressechef von Jobbik hat sich ans schwedische Fernsehen gewandt und eine Gegendarstellung verlangt. Was die Schweden ihm anboten und auch sendeten, ging ihm nicht weit genug. Sein Fazit: Die internationale Berichterstattung über Ungarn/Jobbik übernimmt kritiklos den Standpunkt der jüdischen Weltverschwörung (s.u.).

Wohlgemerkt geht er dabei überhaupt nicht auf das eigentliche Thema des Berichtes ein, die angedrohte Ausmerzung von Werken linksliberaler/jüdischer Schriftsteller aus den öffentlichen ungarischen Bibliotheken.

Im Frühjahr sind in Ungarn Wahlen, bei den Prognosen liegen Jobbik derzeit bei 12%. In der letzten Zeit gab es mehrere Kommunalwahlen, bei denen Jobbik nach Fidesz zweitstärkste Partei wurde.

Spätestens im Frühjahr wird das internationale Medieninteresse an Jobbik rasant zunehmen. Diese Episode mit dem schwedischen Fernsehen gibt uns einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie Jobbik auf die internationale Wahlberichterstattung reagieren wird.

*

Auch im Ausland verbreiten sie Lügen über uns

Jobbik.hu, Übersetzung Pusztaranger

23.11.2009

Stellungnahme von Jobbik über die Verunglimpfung unserer Partei im schwedischen Fernsehen

Im staatlichen schwedischen Fernsehen (SVT) wurde am 5. November 2009 in der Sendung Kulturnytt (Kulturnews) ein Kurzreport gezeigt, der Ungarn sehr ungünstig präsentierte. Sein Anlaß war ein Artikel im Magazin Demokrata, siehe http://www.youtube.com/watch?v=D0JOUHUJ4a4

In dem erschreckend einseitigen, parteilichen und wirklichkeitsfernen Report, auf den wir ansonsten nicht genauer eingehen wollen, fiel im Zusammenhang mit Jobbik folgender Satz:

2:13 „Idag visar sig fascismen dels genom oppositionspartiet Jobbik, vars paramilitära grupp misstänks ligga bakom mord pá átta människor av romsk härkomst bara i ár.“

Übersetzung: „Heutzutage zeigt sich der Faschismus einerseits in der oppositionellen Partei Jobbik, deren paramilitärische Gruppierung des Mordes an acht Menschen mit Roma-Abstammung verdächtigt wird, allein in diesem Jahr.“

Als Jobbiks internationaler Pressechef habe ich das schwedische Fernsehen kontaktiert und scharf gegen die Verbreitung dieser völlig haltlosen Anklagen gegen Jobbik protestiert. Darauf bekam ich einen Brief vom zuständigen Redakteur, der folgende Berichtigung anbot:

„I vår sändning 5 november hävdade vi att det ungerska partiet Jobbiks paramilitära gren misstänks ligga bakom mord på åtta människor av romsk härkomst. Den rätta uppgiften är att partiets paramilitära gren HAR misstänkts. Misstankarna kvarstår alltså inte. Partiet Jobbik hävdar också att de INTE är ett fascistiskt parti.“

Übersetzung: „In unserer Sendung vom 5. November haben wir behauptet, daß der paramilitärische Zweig der ungarischen Partei Jobbik des Mordes an acht Menschen mit Roma-Abstammung verdächtigt wird. Fakt ist, daß der paramilitärische Zweig der Partei verdächtigt wurde, dieser Verdacht also nicht mehr besteht. Die Partei Jobbik erklärt auch, KEINE faschistische Partei zu sein.“

Selbstverständlich ist mit dieser Berichtigung, die praktisch nur ein Spiel mit Worten ist (…) die durch das schwedische Staatsfernsehen begangene Rufschädigung (hitelrontás) nicht wieder gutgemacht. Ich habe darauf hingewiesen, daß es sich bei „Verdacht“ um einen juristischen bzw. polizeilichen Fachausdruck handelt, aber weder Polizei noch Staatsanwaltschaft Jobbik und die Ungarische Garde jemals dieser Verbrechen verdächtigt haben. Solche Verleumdungen (rágalmak) – die also nicht gleichwertig sind mit Verdacht – wurden ausschließlich von unseren politischen Gegnern sowie der ungarischen und internationalen kosmopolitischen (lies: jüdischen) Presse verbreitet.

Leider gab das schwedische Fernsehen diesen Bemerkungen keinen Raum und brachte in der Sendung vom 18. November die originale, von ihnen verfaßte, oben zitierte, für uns nicht befriedigende Berichtigung, und hat sich zu allem Überfluß nicht einmal entschuldigt.

10:55 http://svtplay.se/v/1776602/kulturnyheterna/18_11?cb,a1364145,1,f,-1/pb,…

In diversen Nachrichten- und Kultursendungen des staatlichen schwedischen Fernsehens werden in letzter Zeit regelmäßig Standpunkte klar benennbarer Gruppen, die über internationale Mediennetzwerke verfügen (jól körülhatárolható és nemzetközi médiahálózattal rendelkezô csoportok, lies: jüdische Weltverschwörung), einseitige Behauptungen und Lügen über unser Land und das ungarische Volk (magyarság) kritiklos wiedergegeben. Folgendes bleibt uns das schwedische Fernsehen – wie auch die übrigen westlichen Medien – weiterhin schuldig: Die getreue Darstellung der Machenschaften der Mafiaregierung (köztörvényes maffia), die Ungarn beherrscht und fremde Interessen vertritt; die ehrliche Aufdeckung der für die katastrophale wirtschaftliche, politische, moralische und demografische Situation des Landes verantwortlichen Ursachen; die ausgeglichene, unvoreingenommene, unabhängige und glaubwürdige Darstellung der politischen Situation. All dies ist der jahrhundertealten schwedischen demokratischen Tradition unwürdig.

Zsolt Várkonyi, Jobbik, Internationaler Pressechef

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