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Doch keine Nazidemo in Budapest am 13.2. – mit Update

12. Februar 2010

Anscheinend läuft es mit dem großen Naziaufmarsch „Tag der Ehre“ morgen in Budapest doch nicht ganz so wie geplant. Die Polizei sagt, sie hat die Anmeldung nicht fristgerecht bekommen; einige Gruppen wollen jetzt irgendwo im Wald „gedenken“, andere trotz des Verbotes an einem öffentlichen Ort. Mehr dazu später, vorerst hier der Pester Lloyd und Politics.hu dazu.

Update 15.2.:

Der Kurzbericht des Pester Lloyd: „Tag der Ehre“ ausgefallen, Minigegendemo in Budapest.“

Es gab zwei Naziveranstaltungen, eine mit mehreren hundert Teilnehmern in einem eigens dafür angemieteten Pfadfinderlager irgendwo im Wald, weiterlesen/Bild bei der Népszabadság (ungarisch). Beide Flügel der Ungarischen Garde waren dort vertreten.

Man müsste dem Ungarischen Pfadfinderverband mal auf den Zahn fühlen, warum sie eigentlich an solche Gruppen vermieten – falls wer Lust hat, die Kontaktadresse ist titkarsag@cserkesz.hu.

Auf dem Burgberg gab es eine Kranzniederlegung mit nur ein paar Hanseln, aber das Neonaziportal Kuruc.info verkauft das als Sieg, denn es ist den Veranstaltern gelungen, ein Verbot zu umgehen, indem sie die Veranstaltung als Wahlkampfveranstaltung deklariert haben – der eigens gegründeten „Nemzeti Forradalmi Párt“ (in etwa „Partei der Nationalen Revolution“) (siehe http://kuruc.info/r/2/55155/, mit Fotos).

Wahlkampfveranstaltungen müssen offenbar weder bei der Polizei angemeldet noch von ihr genehmigt werden.

Wie man hört, soll es Anfang März doch noch eine grosse Nazidemo in Budapest geben, zu der dann auch die deutschen Neonazis kommen, die wegen Dresden verhindert waren:

NS has postponed the date to March 6 at the request of their German peers, who said they would be unable to attend the February commemoration in Budapest because a similar commemoration in Dresden coinciding with it. (Politics.hu)

Das war dann wohl eine Generalprobe dafür. Der Wahlkampftrick funktioniert noch bis 11. April, mal sehen ob und wie die Behörden damit zu Potte kommen.

Update 16.2.:

Die Budapester Polizei hat einen Neonaziumzug am 6 März verboten, das Budapester Gericht hat das Verbot aufgehoben und ihn erlaubt. Mehr dazu in Kürze.

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2 Kommentare leave one →
  1. papadope permalink
    13. Februar 2010 19:57

    Für die Nazis ist das glaub kein Problem. Vielleicht sind manche ja nach Dresden marschiert um dort zu „gedenken“. Nach den Medien waren dort 5000 Neonazis und nicht nur aus Deutschland.

    Zum Glück gab es in Dresden jedoch eine viel größere Zahl an Gegendemonstranten, sodass der Aufmarsch der Rechten verhindert werden konnte. In Ungarn gibt es keine nennenswerten Gegendemonstrationen gegen die Neos. Warum eigentlich nicht? Das müsste man sich mal ernsthaft fragen!

  2. 18. Februar 2010 23:56

    tag der ehre ist hier jetzt voraussichtlich am 6. märz. gegendemo wird organisiert.

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