Skip to content

Giftschlammkatastrophe – Spendenkonten

12. Oktober 2010

Ein paar Links zur Giftschlammkatastrophe:
Pester Lloyd: Die Giftschlamm-Katastrophe in Ungarn auf einen Blick
Süddeutsche, Frankfurter Rundschau
und, besonders empfohlen: Greenpeace: „Giftschlamm: Unerwartet hohe Mengen an Arsen und Quecksilber“

Foto: vizimentok.hu

Hier die Spendenkonten der betroffenen Ortschaften sowie die Nummern der Spendentelefone für meine  in Ungarn lebenden LeserInnen aus dem deutschsprachigen Raum; einigen Ortschaften und Hilfsorganisationen kann man auch aus dem Ausland überweisen!
Spendenkonten der betroffenen Ortschaften:

Kolontár:

Von der Gemeinde eingerichtetes Spendenkonto:

OTP BANK 11748090-15427298-06540009
IBAN: HU 96 1174 8090 1542 7298 06540009
BIC (SWIFT) : OTPVHUHB
(siehe u.a. hir24)

Außer Geldspenden nehmen sie auch Sachspenden an, Essenskonserven, Tütensuppen, dicke Decken, Schutzausrüstung: Gummistiefel, Gummihandschuhe, Schutzbrillen, Staubmasken; Kunststoffbesteck (Löffel), Trinkbecher aus Plastik (0,2 und 0,5 l), Teller, Mittel zur Handdesinfektion, Plastiktüten, Müllbeutel. Kleider sind genügend vorhanden, bitte keine Kleiderspenden mehr, weil sie keine Lagermöglichkeit dafür haben. (Diese Info kam heute per Mail von einer  Bekannten, ich kann sie nicht verifizieren, aber sowas denkt sich wohl niemand grundlos aus)

Devecser:

Konto der Gemeindeverwaltung:

OTP 11748090-15427085-10070004
SWIFT: OTPVHUHB
IBAN: HU43 1174 8090 1542 7085 1007 0004

Devisenspenden werden auf das Konto
11751487-39749884
erbeten.

Katholische Kirchengemeinde Devecser
Rom. Kat. Plébánia Devecser

Raiffeisen Bank 12084003-00103523-00100003
Verwendungszweck: „Segely“
(siehe hir24)

Somlóvásárhely:

Konto der Gemeindeverwaltung :

OTP Bank 11748038-15427009
Adresse: 8481 Somlóvásárhely, Szabadság tér 1
Verwendungszweck: „Adomány vörösiszap kármentesítésre“

Nationales Hilfstelefon: 1752

Private Stiftung, unterstützt von u.A. Ungarisches Rotes Kreuz, Ungarischer Baptistischer Hilfsdienst, ungarischer Malteser Caritas Dienst, Caritas Hungarica. (nsv.hu) Pro Anruf gehen 250 FT an die Betroffenen. (Die Nummer ist vom Vodafone und Telenor-Netz aus nicht erreichbar.)

Ihr Spendenkonto:

OTP Budapest:11702036-20707637,

IBAN: HU7511702036-20707637-00000000

SWIFT: OTPVHUHB
Online spenden hier.

Spendentelefon Rotes Kreuz: 1749

Von den drei ungarischen Handynetzen und allen Festnetztelefonen aus erreichbar. Pro Anruf oder SMS mit dem Text „ISZAP“ geht ein Spendenbetrag von 200 Ft über das Rote Kreuz direkt an die Betroffenen. Die Netzbetreiber berechnen keine Gebühren.

Nationales Spendenkonto Ungarisches Rotes Kreuz:

K&H Bank 10405004-00026547-00000000
Verwendungszweck: „ISZAP“

Achtung Betrüger:

Das ungarische Rote Kreuz warnt vor Betrügern. Folgende Seiten/Spendenaufrufe sind gefälscht:

http://www.Voroskereszt.Com
http://www.HungarianRedcross.Com
http://www.MagyarVoroskereszt.Com
http://hungarianradio.com

Fotos: vizimentok.hu

*

Folgenden Leserbrief will ich Euch nicht vorenthalten, er bezieht sich auf die Berichterstattung im staatlichen ungarischen Fernsehen m1, der ungarischen Tagesschau, einige Tage nach dem Dammbruch.

Lieber Pusztaranger,

folgende Mail hat mir vor ein paar Tagen ein Freund aus Ungarn geschickt. Da ich mir dachte, das könnte noch andere interessieren, habe ich ihn um sein Einverständnis gebeten und gebe sie hier nun leicht gekürzt wieder:

[…] nachdem uns nun schon mehrere Nachfragen erreicht haben, ob wir denn hoffentlich weit genug vom Katastrophengebiet weg sind (ja, wir verfolgen das genau so wie Ihr nur über die Medien), […] hier ein bescheidener Kommentar zur Umrahmung dieser erbaulichen Ereignisse.

Empörung? Ja, sicher, soweit man noch etwas an Empörung übrig hat, wenn man seit einem halben Jahr zusehen darf, wie sich ein halbwegs demokratisches System Stück für Stück in Richtung Diktatur bewegt. Unter anderem auch, wie die guten Fernsehleute rausgeworfen und durch Marionetten ersetzt werden. Wie selbst in Mainstream-Medien immer offener antisemitische Hetze betrieben wird. Zur politischen Katastrophe nun also die Umweltkatastrophe. Klar betreibe auch ich meine ganz persönlichen Schätzungen. Stelle erfreut fest, dass die Entfernung, über die sich der Staub des getrockneten Schlamms laut Greenpeace auf dem Luftweg verbreiten kann, nur 15 km beträgt statt ein paar hundert, wie ich befürchtet hatte.

Donnerstag [7. Oktober] dann mal wieder die ganz normalen Abendnachrichten gesehen, im ersten staatlichen Fernsehen. Hauptthema: Wollen die Bewohner der drei am stärksten betroffenen Dörfer bleiben oder nicht. Und dass die Entschädigungsangebote des Unternehmens lächerlich sind, was nicht zu leugnen ist. Und: Viktor Orban war vor Ort. Erschüttert, der Arme. Wir bekommen außerdem vorgeführt, dass er doch tatsächlich des Englischen mächtig ist, er beantwortet eine Frage mit einem englischen Satz. Nur leider haben wir von der Frage nur noch ein halbes Wort mitbekommen, die war wohl etwas zu kritisch. Außerdem erfahren wir noch, dass in den 90ern beim Verkauf des ehemals staatlichen Aluminiumwerks doch tatsächlich die Mutter der Ehefrau von Gyurcsany (ehemaliger Ministerpräsident der Sozialdemokraten) irgendwie die Finger mit im Spiel hatte.

In den wenigen Minuten, die für nicht den Rotschlamm betreffende Nachrichten bleiben, erfahren wir außerdem noch was ganz Wichtiges, dass nämlich die Regierung Gyurcsany vor ein paar Jahren ein großes Gelände in Budapest unter Wert an einen israelischen Geschäftsmann verkauft hat, der dort irgendein Luxusgelände (Hotels, Fitnesszentrum, Jachthafen…) errichtet, und sehen eben jenen Geschäftsmann, der sich gegenwärtig in Israel befindet, wie man uns auch noch mitteilt, am Telefon einen kurzen Kommentar dazu abgeben, der da lautet, er habe Gyurcsany nie persönlich getroffen. Ein Indiz also, dass Gyurcsany doch nicht an der „jüdischen Weltverschwörung“ beteiligt ist?

Zugegeben, für Ausländer ist das eine schwierige Frage. Den diesbezüglich mittlerweile gut vorgebildeten Ungarn allerdings wird es sicher nicht schwer fallen, zwei und zwei zu fünf zusammenzuzählen […]

Die Ausgabe der ungarischen Tagesschau suche ich noch im Netz, wenn ich sie finde, verlinke ich sie hier.

Edit 17.10.2010: Kommentator Mike hat den Link gefunden, vielen Dank dafür.

 

8 Kommentare leave one →
  1. Mike permalink
    15. Oktober 2010 16:41

    Hi Pusztaranger,

    darf ich den Beitrag o.g. auf Hungarian Voice übernehmen, soweit die Spendenkonten aufgelistet sind?

    Beste Grüße

    • pusztaranger permalink
      16. Oktober 2010 08:53

      Hallo Mike,

      na aber klar doch, wenn Sie meinen Post als Quelle angeben und verlinken.

  2. Mike permalink
    16. Oktober 2010 10:15

    Versteht sich von selbst.

  3. Mike permalink
    16. Oktober 2010 15:24

    Hier übrigens die o.g. Nachrichtensendung…

    http://videotar.mtv.hu/Videok/2010/10/07/20/Hirado_2010_oktober_7_19_30.aspx

    Die Sendung berichtet gegen Ende (ab 21.:19) über die Absicht des Regierungsbeauftragten Gyula Budai, Anzeige gegen die Beteiligten eines Immobiliengeschäfts zu erstatten. Ein Teil der „Hajógyári Sziget“ (Donauinsel im Norden von Budapest) wurde an einen Investor veräußert. Eine Parteinahme irgendwelcher Art durch den Sender kann ich in hierin nicht erkennen. Jeder mag sich aber sein eigenes Bild machen.

    • pusztaranger permalink
      17. Oktober 2010 11:35

      Vielen Dank für den Link, ich kommentiere das später, Zeitfrage.

  4. Monika permalink
    18. Oktober 2010 20:01

    Guten Abend,

    durch Zufall bin ich hier gelandet nach langer Internetsuche und zahlreichen Telefonaten.
    Vielen Dank für diese zahlreichen Informationen hier – gebündelt und übersichtlich. Entsetzlich ist die Katastrophe, dafür gibt es keine Worte! Doch untätig vor dem Fernseher sitzen während unsere Nachbarn Hilfe brauchen kann ich nicht ertragen!

    Ich habe inzwischen viele Sachspenden gesammelt. Doch wo kann ich sie genau hinbringen? Der stellvertr. Direktor der Caritas Ungarn sagte mir nach Devecser, doch ist dort nicht der ganze Ort schon lange evakuiert?

    Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen, damit ich auch helfen kann!

    Vielen Dank im Voraus

    mfG
    Monika

    • pusztaranger permalink
      19. Oktober 2010 10:25

      Hallo Monika,

      ich schau mich mal für Sie um und melde mich dann. Und wer das sonst liest und einen Tip für Monika hat, bitte melden!

Trackbacks

  1. Spendenkonten für die Untersützung der Giftschlammopfer « Hungarian Voice – Ungarn News Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: