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Neuer Chefredakteur des staatlichen Radios MR2 bei den rechtsextremen Bikern

15. Dezember 2010

Gergely Koltay, der neue Chefredakteur des staatlichen zweiten Radiosenders MR2 Petőfi Radio ist Gründungsmitglied des rechtsextremen Motorradvereins Gój Motorosok, so Index.hu heute.
(Die nennen die allerdings „national gesinnt“, nemzeti érzelmű).


(Bild von der Vereinsseite)

Von denen war in einem meiner ersten Posts 2009 die Rede:
„Rechte Rocker gewinnen Verleumdungsklage: Faschisten als solche zu bezeichnen, wird in Ungarn teuer“
Ein paar Links:
Hungarian Spectrum (2008): Goy Bikers and the press
Karl Pfeifer auf Hagalil (2009): Hungary’s Biased Justice


(Bild bei Nol.hu)

Auf der Vereinsseite wird Koltay als aktives Mitglied geführt. Index gegenüber sagte er, er sei nicht mehr Mitglied, was vom Vereinsvorsitzenden Imre Mészáros jedoch dementiert wurde. Index hatte keine Gelegenheit mehr, ihn zu fragen, „ob er den Gedanken der öffentlich-rechtlichen Medien (közszolgálatiság eszményét) mit dem Großungarn-Emblem des Vereins für vereinbar hält.“

Gergely Koltay ist Gründer der Folkgruppe Kormorán, die auf der Vereinsseite der Gój Motorosok bei den Unterstützern aufgeführt wird. Von denen war das Wahlkampflied der Fidesz-MDF-MKDSZ-Koalition 2002.

Nachtrag 15.12.:

Auf der Vereinskluft der Gój Motorosok steht über Großungarn „Ne piszkáljatok sorstalanok!“  Frei übersetzt etwa  „Hört auf mich zu nerven, Ihr Schicksalslosen!“, eine Anspielung auf Imre Kertész‘ „Roman eines Schicksalslosen“ und ein klares antisemitisches Statement.

4 Kommentare leave one →
  1. 15. Dezember 2010 19:43

    Da MR2 hauptsächlich (gute) Musik spielt, kann er dort hoffentlich nicht zu viel seines Gedankenguts unterbringen. Ich habe keine Lust, jetzt auf Sláger Rádió umzustellen… urgh. Mich würde interessieren, ob diese Gójs eigentlich nicht aus Prinzip nur auf Motorrädern made in Csepel sitzen sollten??

    • pusztaranger permalink
      16. Dezember 2010 10:47

      Eben gefunden, guter Blog (ungarisch):
      http://egyenlito.blog.hu/2010/12/15/en_viszem_a_latexbirkat

      🙂

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