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Gyöngyöspata: Paramilitärische Schießübungen am Osterwochenende

18. April 2011

Die rechtsextreme paramilitärische Organisation Véderő hat unter Beteiligung der Neuen Ungarischen Garde und der Betyársereg in Gyöngyöspata auf Privatgelände mit dem Bau eines paramilitärischen Ausbildungslagers begonnen und wird dort vom 22.-24. April 2011 ein militärisches Trainingslager abhalten. Der Weg dorthin führt durch den Ortsteil, wo die Roma wohnen (Athena Institut, Index.hu, Klubrádio).

Der Kommandant von Véderő, Tamás Eszes, bestätigt am Ende dieses Interviews von gestern, daß sie das Training wie angekündigt abhalten wollen. Laut  ihrer Website richtet sich das dreitägige Angebot an „vaterlandsliebende“ Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene, die sich „militärische Grundkenntnisse und Grundkenntnisse in der Selbstverteidigung“ aneignen möchten, konkret

Kampf im Gelände, Selbstverteidigungstechniken, Waffenkunde, Schießen in Theorie und Praxis, militärischer Nahkampf (…), Kampf bei Nacht (…).

Wie dieses Training aussieht, kann man sich hier ansehen:

János Farkas, der Landesvizevorsitzende der NGO Roma- Bürgerrechtsbewegung Roma Polgárjogi Mozgalom, fordert, daß die polizeilichen Ermittlungen bezüglich der rechtsextremen Übergriffe auf Roma in Gyöngyöspata vom Budapester Polizeipräsidium übernommen werden sollen,  da er die Polieibeamten des Komitats Heves für voreingenommen hält.

Am Samstag haben Mitglieder der Jobbik-„Bürgerwehr“ das Fenster eines von Roma bewohnten Hauses mit Steinen eingeworfen, was die Mitglieder der „Bürgerwehr“ jedoch bestreiten; die ermittelnden Polizeibeamten konnten keinen Straftatsbestand feststellen, weshalb auch kein Verfahren eingeleitet wurde. Ein Stein fiel auf ein Kinderbett. (Index.hu)

Zu den Aktivitäten von Jobbiks „Bürgerwehr“ gemeinsam mit anderen rechtsextremen Organisationen seit Anfang März:

Jungle World: „Wir fackeln eure Häuser ab“

Pester Lloyd: Ungarn: „Bürgerwehr“ ignoriert Minister-Weisung, Richter: keine Rechtsbrüche

Pusztaranger: Rechtsextreme „Bürgerwehr“ terrorisiert Roma (13.3.)

Pusztaranger: Rechtsextreme „Bürgerwehr“ plant nächsten Großeinsatz – Roma kündigen Gegendemo an (21.3.)

Pusztaranger:  Polizeistrategie in Hejőszalonta: Jobbik marschiert, Roma solange ins „Ghetto“ (17.4.), mit Linksammlung.

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