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Magyar Nemzet verbreitet Lügen über Ungarn

17. Mai 2011

Die Magyar Nemzet ist für ihre Rolle bei den ungarischen Philosophenprozessen bekannt (siehe Pester Lloyd, sowie Beiträge auf diesem Blog, im Detail hier). Deshalb wird sie als die am zweithäufigsten gelesene überregionaleTageszeitung Ungarns im Ausland immer noch als glaubwürdige Informationsquelle zitiert.

Eurotopics heute:

Magyar Nemzet – Ungarn | Dienstag, 17. Mai 2011

Journalisten verbreiten Lügen über Ungarn

Ausländische Medien verbreiten kontinuierlich Lügen über die Politik von Premier Viktor Orbán und über Ungarn im Allgemeinen, weisen aber Kritik an ihrer Arbeit zurück, erregt sich István Lovas in einem offenen Brief an den Klub ausländischer Korrespondenten in Ungarn (HIPA) in der regierungsnahen konservativen Tageszeitung Magyar Nemzet: „Ich habe in Jahrzehnten die Erfahrung gemacht, dass in den Wohnungen der meisten Journalisten ein Spiegel fehlt. Und wenn Ihnen jemand solch einen glänzenden Gegenstand überreicht, dann werden Sie sauertöpfisch. Halten Sie hingegen jemand anders einen Spiegel vor, kontern Sie Kritik mit dem dünkelhaften Hinweis, dass Sie doch der Wahrheit verpflichtet seien. … Nicht nur ich, sondern fast schon das gesamte Land kennt Ihre Themen und Lügen. Sie wissen sogar schon, was Sie morgen und übermorgen über uns schreiben werden. Wenn nichts passiert, das Anlass dazu gibt, die Nazikeule zu schwingen, dann entstauben sie Figuren wie Magdalena Marsovszky in Deutschland, die zum zweihundertsten Mal erklärt, dass Viktor Orbán der Ideologie Hitlers nacheifere.“

Ungarisch bei  Magyar Nemzet.

Magdalena Marsovszky hat dagegen Beschwerde eingelegt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie berichten in Ihrer heutigen Ausgabe über einen Artikel der ungarischen Tageszeitung Magyar Nemzet mit dem Titel „Journalisten verbreiten Lügen über Ungarn“. Dabei wird auch mein Name erwähnt. Behauptet wird in dem von Ihnen zitierten Artikel, ich würde immer wieder erklären, der ungarische Ministerpräsident, Viktor Orbán würde der Ideologie Hitlers nacheifern. Diese Behauptung ist falsch. Ich habe nie, in keinem meiner Aufsätze behauptet, Viktor Orbán würde der Ideologie Hitlers nacheifern.

Nun wäre es sinnlos, die völkische Tageszeitung Magyar Nemzet dazu zu bewegen, eine Richtigstellung zu veröffentlichen. Früher habe ich dies bereits ab und zu vergeblich versucht. Wenn jedoch die falsche Behauptung jetzt auch noch in Eurotopics kommentarlos weitergetragen wird, dann ist dies für mich bereits rufschädigend. Deshalb bitte ich Sie herzlich, ja ich verlange von Ihnen, dass Sie eine Richtigstellung in Ihrer nächsten Ausgabe verschicken, bzw., dass Sie sich von der ungarischen regierungsnahen Tageszeitung „Magyar Nemzet“ distanzieren.

Sollte meiner Bitte nicht entsprochen werden, muss ich mir weitere Schritte überlegen.

Haben Sie vielen Dank!

Freundliche Grüße,

Magdalena Marsovszky

*

Anm. Pusztaranger: Bei Eurotopics wird Zsolt Bayer als Autor der „konservativen Tageszeitung Magyar Hírlap“ aufgeführt, mit vier Artikeln 2008-2009. Wie treffend die Einordnung „konservativ“ für das Magyar Hírlap bzw. für Zsolt Bayer sind, siehe mein Post „Fidesz-Fäkalantisemit Zsolt Bayer zu Strauss-Kahn“.

Update 18.5.2011: Magdalena Marsovszkys Beschwerde war erfolgreich, Eurotopics hat den Satz inzwischen entfernt.

5 Kommentare leave one →
  1. Karl Pfeifer permalink
    18. Mai 2011 07:45

    Magdalena Marsovszky hat Recht. Ich machte ähnliche Erfahrungen mit den völkischen Medien Ungarns. István Lovas, der noch vor ein paar Jahren nach Israel auswandern wollte und nicht die Bewilligung erhielt, dort einwandern zu dürfen, hatte mir vor Jahren einiges unterstellt, als ich berichtigte, wurde meine Berichtigung nicht publiziert.

    Als mein Artikel über den „Fäkal-Antisemiten“ Zsolt Bayer in Wien am 25. Januar 2011 publiziert wurde, da haben fidesznahe Medien meinen Artikel nicht nur schlecht übersetzt, sie waren nicht einmal in der Lage meinen Namen korrekt zu schreiben.

    Es macht Sinn, dem deutschsprachigen Publikum zu zeigen, mit welchen Methoden diese Medien Nachrichten manipulieren und fälschen. Daher danke an Pusztaranger.

    • Dénes ERÖS permalink
      2. Februar 2012 15:11

      Herr Karl Pfeifer, ich glaube nicht,dass Zsolt Bayer Fäkal-Antisemitist ist.Was György Konrad,Agnes Heller und Akos Kertész geleistet haben, verdient die Antwort Bayers über diese Personen.Es geht nicht um eine Nation!

  2. Dénes ERÖS permalink
    6. Februar 2012 09:46

    Der Wind ist ein wenig gedreht.Lesen Sie bitte den Artikel von Ausgabe 21.01.2012. der renommierten Neue Zürcher Zeeitung über Mission Orbans!

  3. Dénes ERÖS permalink
    19. Februar 2012 11:29

    Herr Lovas hat im allgemein Recht.Die Presse wie ich mich erinnere war schon bei Doppel-Beschluss der NATO linkslastig.

Trackbacks

  1. Budapester Zeitung veröffentlicht „offenen Brief“ von István Lovas an die ausländischen Korrespondenten in Ungarn « Hungarian Voice – Ungarn News Blog

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