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Israel lädt Ungarns Parlamentspräsidenten wegen Antisemitismus aus (Presseschau 21.-25.6.2012)

25. Juni 2012

Mit Pusztaranger auf Facebook immer auf dem neusten Stand (derzeit 377 Freunde, 286 Abonnenten):

(neuste oben)

Geschichtsrevisionismus: Israel lädt Ungarns Parlamentspräsidenten aus – SPIEGEL ONLINE

Pester Lloyd: Israel lädt Parlamentspräsident von Ungarn wegen Antisemitismus aus
„Der ungarische Parlamentspräsident László Kövér von der Regierungspartei Fidesz wurde von Israel zur „unerwünschten Person“ erklärt, sein Amtskollege, Knesset-Sprecher Reuven Rivlin zog eine Einladung an ihn zu einer Ehrung anlässlich Raoul Wallenbergs 100. Geburtstag zurück.“

SZ: Geschichtsrevisionismus in Ungarn Verbürgerlichung faschistischer Ideologie: „Miklós Horthy war Reichsverweser, Befehlshaber während des Weißen Terrors, Initator der ersten Judengesetze, Verbündeter Hitler-Deutschlands – und erlebt unter der aktuellen Regierungspartei Fidesz von Viktor Orbán eine erstaunliche Renaissance. In Ungarn herrscht ein Klima historischer Ignoranz. Zum Fürchten.“

Israel lädt ungarischen Parlamentspräsidenten Köver aus – derStandard.at

CBC-Interview mit Elie Wiesel, 19.6., Link zum Podcast

Israel lädt Ungarns Parlamentspräsidenten aus – news.ORF.at

Introducing László L. Simon, poet, politician, viticulturist hungarianspectrum.wordpress.com

Neuer Kulturminister von Ungarn lässt Häftlinge für sich arbeiten http://www.pesterlloyd.net

Focus.de: „Ungarn weist Kritik von Elie Wiesel zurück (…) In seiner Antwort an Wiesel schrieb Köver, das Nyirö „kein Kriegsverbrecher, kein Faschist“ gewesen sei. Dafür gebe es in dessen literarischem Werk keinen Beleg. Nyirö werde nicht als Politiker verehrt, sondern als Künstler. Das Holocaust-Museum in Washington zitierte allerdings jüngst antisemitische Teile aus Nyirös Parlamentsreden. Nyirö, ein Blut-und-Boden-Literat und bekennender Rassist, war von 1941 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Abgeordneter im ungarischen Parlament.“

Nach Gutsherrenart: Rückerstattung auf Ungarisch & Neues aus Felcsút – Teil 5
pesterlloyd.net
„Die Zufälle häufen sich. Wieder gehen Ländereien über “Ausschreibungen” des Nationalen Bodenfonds exklusiv und zu bedenklich niedrigem Pachtzins an Fidesz-Parteifunktionäre oder an Unternehmen, in denen Freunde und gute alte Bekannte aus dem Umfeld des Premiers das Sagen haben.Transparenz wird verhindert und mit den staatlichen Gütern verfahren die neuen Herren immer ungenierter, – eben nach Gutsherrenart.“

Präsident sieht Ungarn innerhalb der EU nicht isoliert pesterlloyd.net

Scharfer Protest wegen „Gen-Ariernachweis“ eines ungarischen Politikers – Ungarn – derStandard.at

„What is being touted as building up a strong Hungarian “national middle class” and a robust capitalist class is in fact a process of enriching Fidesz supporters from public money and national wealth.“
Land grabbing Fidesz style hungarianspectrum.wordpress.com

„Talking to MTI after a meeting of his European counterparts in Luxembourg, Balog said that Roma job seekers could fill positions in areas where the EU now uses workers “imported” from third countries. Balog quoted Ursula von der Leyen, the German labour minister, as saying at the meeting that the EU could contribute to better skills and performance of Roma employees through offering special training courses. Issues around the Roma minority should not be treated as a case of human rights or a migration problem; the Roma should be seen as potential employees,(…)“ Central Europe Roma potential workforce, says minister | Politics.hu

Hungarian Jewish leader, US academic target anti-Semitism, failure to face up to Holocaust responsibly http://www.politics.hu

Post für Viktor Orbán: 51 Members of Congress „sent a letter to Prime Minister Victor Orban of Hungary today, calling for a condemnation of members of the Hungarian Jobbik party for their homophobic and anti-Semitic remarks and positions. (…) It is vital that Hungary’s leaders use their bully pulpit to speak out against anti-Semitism and all forms of bigotry to send a clear message that intolerance is an affront to the decency of the people of Hungary.“ — als ob nur Jobbik das Problem wäre, aber immerhin. democrats.foreignaffairs.house.gov

Beschäftigungsprogramme in Ungarn degradieren Bürger zu Untertanen pesterlloyd.net

German Foreign Policy: „Ein positives Ungarn-Bild“, 22.06.2012

The Orbán government doesn’t heed the warnings hungarianspectrum.wordpress.com

Wenig Protest gegen wachsende Präsenz des Neonazismus in Ungarn http://www.pesterlloyd.net

Strangling the media in Hungary: How it works
hungarianspectrum.wordpress.com

… derweil im Mecsek-Gebirge: Uranabbau soll wieder aufgenommen werden

Die ungarische Regierung will im nächsten halben Jahr überprüfen, ob der Uranabbau in Pécs wieder aufgenommen werden kann.

Pester Lloyd:

Mögliche Wiederaufnahme des Uran-Abbaus in Ungarn

Die ungarische Regierung denkt über die Wideraufnahme des Uran-Abbaus in den Mecsek Hügeln bei Pécs  bzw. Szekszárd nach (Südungarn), das kündigte der Pécser Bürgermeister Zsólt Pava (Fidesz) auf einer Pressekonferenz am Dienstag an. Es soll zunächst festgestellt werden, ob die Gegend aus sozialer, technologischer und Umwelt-Sicht weiterhin in Frage kommt. Die Idee der Wiederaufnahme des Abbaus kam aufgrund des hohen Weltmarktpreises für Uran zustande, gab Staatssekretär Pal Kovács an. „Die Regierung wird die Wiederaufnahme des Abbaus ernsthaft in Betracht ziehen, wenn davon ausgegangen wird, dass der Abbau profitabel, umweltverträglich und nicht gesundheitsschädlich ist.“ Zum Urannabbau und den Risiken hier ein paar Fakten für den Staatssekretär.

Die nötigen Kooperationsabkommen sind bereits in trockenen Tüchern:

„Hungary’s state-owned Mecsek-Oko and Mecsekerc signed a cooperation agreement with Australia’s Wildhorse Energy on the start of uranium mining in the Mecsek hills (…) a joint venture would be established in the near future that gives Wildhorse extraction rights for 38.5 tonnes of Uranium and its state-owned partner rights for more than ten tonnes. Wildhorse’s Hungarian unit was awarded exploration licences for uranium in the region in 2006. Uranium was mined in the Mecsek Hills from the 1950s until 1997, when the activity was no longer profitable.“ Hungary may restart uranium mining – Realdeal.hu

Näheres hier:
WILDHORSE ENERGY – Mecsek Hills Uranium Project
http://www.wildhorse.com.au

Der Vergleich mit der Karte auf der Seite des Nationalparks Duna-Dráva läßt vermuten, dass Gebiete betroffen sind, die unter Naturschutz stehen.

(Wildhorse Energy)

6 Kommentare leave one →
  1. Karl Pfeifer permalink
    26. Juni 2012 10:42

    Heute kommentiert G.Hefty, in der FAZ (Seite 8) unter dem Titel “Nicht klug genug” u.a. so:
    “Da der Tote nicht nur Literat, sondern im Zweiten Weltkrieg auch Politiker, jedenfalls Abgeordneter gewesen war, […] Die andere Hälfte ist abstoßend, Genauso wenig wie heute die rechtsradikale Jobbik vertraten damals die rechtsextremen, Hitlerhörigen Pfeilkreuzler die nationalen Interessen Ungarns. Im Gegenteil. Einen dieser Nazis auf sein literarischen Werk reduzieren zu wollen ruft zu Recht den Widerstand […] hervor.
    Dass nun Israel den ungarischen Parlamentspräsidenten ausgeladen hat, hätte man absehen können, wäre Fidesz klug gewesen, aus den Fehlern anderer zu lernen”.

  2. Don Kichote permalink
    26. Juni 2012 10:57

    Pusztaranger Ur,
    warum ist der Uranabbau in diesem Artikel mit benannt? Es geht doch um Diskriminierung oder verstehe ich das mit dem Uran nicht richtig? Ist es ein Wink dass nun arbeitslose ins Uranbergwerk gezwungen werden können?

    • pusztaranger permalink
      26. Juni 2012 14:32

      Das ist einfach querbeet das Neuste von der Facebook-Seite. Uranbergwerk gibts ja noch keines, aber mal sehen – wenn man den Herrn Kulturminister als Beispiel nimmt, sind für den Privatsektor nicht Arbeitslose, sondern Häftlinge die attraktivste Option.

  3. jaklar permalink
    29. Juni 2012 14:21

    Na da ist der ungarische Parlamentspräsident aber in sehr guter Gesellschaft: Günter Grass, seines Zeichens Literaturnobelpreisträger ist ebenfalls unerwünschte Person. Diese Unperson hat es gewagt, Israel öffentlich wegen seiner Kriegshetze zu kritisieren.

  4. Karl Pfeifer permalink
    17. Juli 2012 13:31

    Präsident J. Áder ist gestern in Israel angekommen.
    Vorgestern publizierte Haaretz einen interessanten Artikel zu diesem Thema
    http://www.haaretz.com/jewish-world/jewish-world-news/israel-has-a-tough-time-finding-a-hungarian-leader-not-identified-with-anti-semites-1.451469

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  1. Parlamentspräsident László Kövér auf dem “Tag der Heimat” 2014 | Pusztaranger

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