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Viktor Orbán: Die Türkei ist eine funktionierende Demokratie

22. Juni 2013

Viktor Orbán: „Die Türkei betreibt eine auf freien Wahlen beruhende demokratische Politik, mit all ihren Vorteilen und all ihren Problemen. (…) Das ungarische Kabinett wünscht der türkischen Regierung viel Erfolg bei der Stabilisierung der Lage, um die begonnene Arbeit fortzusetzen, mit der die Türkei zu einem der erfolgreichsten Länder Europas werden kann.“

(Update zum Post  Türkei-Proteste: Ungarische Regierung “vertraut der türkischen Demokratie”, 20. Juni 2013
Siehe auch Pester Lloyd: Budapest muss Istanbul werden… Regierung von Ungarn solidarisiert sich mit türkischem Knüppelregime, 20.6.2013 )

Auf der Regierungsseite erschien gestern der folgende MTI-Bericht – wohlgemerkt nur auf Ungarisch:

Viktor Orbán: Die Türkei betreibt demokratische Politik

Das ungarische Kabinett wünscht der Türkei viel Erfolg bei der Stabilisierung der Lage,  um ihre begonnene Arbeit fortsetzen zu können – sagte Ministerpräsident Orbán auf seiner Pressekonferenz am Freitag in Budapest auf die Frage eines Journalisten, ob er mit Staatssekretär im Außenministerium Zsolt Németh einverstanden sei, dass die türkische Demokratie gut funktioniere.

Die Türkei betreibt eine auf freien Wahlen beruhende demokratische Politik, mit all ihren Vorteilen und all ihren Problemen – sagte Viktor Orbán. Er betonte: Ungarn betrachtet die Türkei als Verbündeten sowohl im politischen wie im militärpolitischen Sinn, da beide Staaten der NATO angehören.

Der Ministerpräsident  erklärte: Das ungarische Kabinett wünscht der türkischen Regierung viel Erfolg bei der Stabilisierung der Lage, um die begonnene Arbeit fortzusetzen, mit der die Türkei zu einem der erfolgreichsten Länder Europas werden kann.“ (MTI, Übersetzung N.N., PR dankt)

Die Entwicklung des Handelsvolumens zwischen Ungarn und der Türkei, 2001-2011: (Grün: Ausfuhr in die Türkei, Rot: Einfuhr aus der Türkei, in Milliarden Forint.)


(mno)


(tozsdeforum.hu)

5 Kommentare leave one →
  1. Karl Pfeifer permalink
    22. Juni 2013 14:17

    Karen Krüger berichtet: >> Die Zahlen der türkischen Ärztevereinigung erklären, warum plötzlich jeder Istanbuler einen solchen Helm besitzen wollte: 7822 Verletzte hat es im ganzen Land seit Ausbruch der Revolte gegeben, 59 davon sind schwer verletzt, elf haben ein Auge verloren, sechs schweben weiterhin in Lebensgefahr, insgesamt fünf Menschen kamen bei den Protesten ums Leben: vier Demonstranten durch Polizeigewalt, ein Polizis starb, weil er bei einem Einsatz vor Erschöpfung von einer Brücke fiel.<<
    ( FAZ 21.6.2013, Seite 33)

    Als in Budapest kriminelle Täter 2006 das Haus des ungarischen Fernsehens anzündeten, war das für Fideszpropagandisten nicht erwähnenswert.

    Die türkischen Demonstranten brannten kein Haus nieder, sie raubten keine Geschäfte aus und Orbán, der sich den Vorwurf gefallen läßt eine Maffia anzuführen, drückt seine Sympathie für die türkischen Machthaber aus, die wie er Verschwörungstheoretiker sind.

  2. peter permalink
    23. Juni 2013 07:49

    Sie müssen Erdogan mit der Regierung/Polizei vergleichen, die 2006 die Geschichte mit dem Fernsehgebäude und Panzer „händeln“ musste. Und da waren die Ungarn wohl wesentlich „verhältnismäßiger“. Orbans vermeintliche Rolle 2006 wiederum müssen sie mit der der türksichen Opposition heute vergleichen. Vielleicht fällt auch hier der Vergleich zugunsten der Türken aus. Aber machen wir uns nichts vor. Selbst wenn in der Türkei ein Haus abbrennt, heißt das noch nicht, dass es keine Gründe für die Demonstration geben muss.

  3. Karl Pfeifer permalink
    23. Juni 2013 12:54

    Nein, wir können feststellen, wenn die Polizei irrtümlich in Budapest einem Passanten ein Auge herausschiesst ist dafür laut Fidesz die „libsibolsi“ Regierung verantwortlich. Wenn in der Türkei
    die Polizei elf Demonstranten ein Auge herausschießt, dann ist das für Fidesz ein Zeichen, dass die türkische Demokratie gut funktioniert.

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