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Spendenaufruf für ein Projekt von und für Roma im ungarischen Dorf Kálló

4. August 2013

Hilfe zur Selbsthilfe, unbedingt unterstützenswert. Es fehlen 3000 Euro Eigenanteil.

Spendenaufruf für ein Projekt von und für Roma im ungarischen Dorf Kálló

„Früher haben wir debattiert, wie Roma leben, aktuell stellt sich immer öfter die Frage, ob Roma leben.“ Gergely Dezideriu (Direktor des European Roma Rights Centre)

*Wir, die Bürgerinitiative „Leipzig Korrektiv“ unterstützen ein von NGO-Fonds „Swiss Fund“ finanziertes und durch die „Bürgerrechtsbewegung für die Republik“ betreutes Hilfsprojekt für Roma im ungarischen Dorf Kálló [hier].

Die Romabevölkerung lebt in Ungarn in großer Armut, ausgegrenzt von gesellschaftlicher Teilhabe und von rassistischer Gewalt betroffen.

Während einer Reise nach Ungarn im Frühjahr diesen Jahres, konnten wir uns selbst von der Situation vor Ort überzeugen. Gleichzeitig lernten wir zahlreiche zivilgesellschaftliche Projekte kennen, mit denen Roma unterstützt und ermutigt werden.

Ein konkretes Vorhaben im Dorf Kálló setzt auf Hilfe zur Selbsthilfe. Es besteht aus vier Komponenten: Mittel & Kompetenzvermittlung zur landwirtschaftlichen Selbstversorgung, Herstellung von Biobriketts sowie Nachhilfeunterricht für Kinder.

  1. Die DorfbewohnerInnen bekommen kostenfrei Gemüsesamen und legen selbst Bete an. Diese Teil-Selbstversorgung trägt dazu bei, ihre schlechte Versorgungslage zu verbessern.
  2. Ergänzend kommt eine landwirtschaftliche Ausbildung hinzu, damit die Menschen in Sachen Pflanzen-Anbau und Kleintierhaltung kompetent gemacht werden.
  3. Da wie in anderen von Roma bewohnten Dörfern bzw. Stadtteilen auch in Kálló die Energieversorgung nicht gewährleistet ist, sollen im Rahmen des Projekte außerdem aus brennbarem Material wie zum Beispiel Laub oder Papier mit Hilfe einer Presse „Biobriketts“ für den Winter hergestellt werden. Dazu benötigen die BewohnerInnen eine geeignete Maschine. [Vorbild ist dieses Projekt, 1. Preis SozialMarie 2013.]
  4. Die Kinder und Jugendlichen im Dorf bekommen systematischen Nachhilfeunterricht um die Benachteiligung in den Schulen zu überwinden. Wie in anderen EU-Staaten werden Roma-Kinder auch in Ungarn zum großen Teil in Sonderschule für Kinder mit geistiger Beeinträchtigung eingeschult, in denen sie nicht ausreichend gefördert werden.

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[Mitte: Der ehemalige ungarische Parlamentsabgeordnete Aladár Horváth, Vorsitzender der Bürgerrechtsbewegung für die Republik. Mehr zu ihm bei spiegel.de, Hungarian Spectrum und auf diesem Blog.]

Das Gesamt-Projekt wird von der Bürgerrechtsbewegung für die Republik getragen und zu 90 % von „Swiss fund“ finanziert. Der Eigenanteil umfasst 900.000 Forint (ca. 3000,- Euro), ein Betrag, den die ehrenamtliche Vereinigung, die sich mit vielen Projekten für Roma einsetzt, nicht allein tragen kann. Wir bitten Sie und euch darum herzlich für das beschriebene Projekt zu spenden um den Eigenanteil zu ermöglichen.

Mit diesem Vorhaben können die BewohnerInnen zumindest eines Dorfes ihrer dramatischen sozialen Lage begegnen. Denn der Ausgrenzung und Diskriminierung von Roma in Ungarn auf politischen Wege zu begegnen scheint ein langer und steiniger Weg.

*Bitte helft, damit wir auch helfen können! *

Kontoverbindungen:

Roter Baum e.V. Leipzig,
Bank für Sozialwirtschaft,
BLZ 86020500,
Konto: 3474500
IBAN: DE49850205000003474500
BIC: BFSWDE33DRE

Spendenquittung möglich, Spenden werden komplett und gesammelt weitergeleitet!

Bei Rückfragen und Informationsbedarf bitte unter leipzigkorrektiv[at]gmail.com melden.

Hier der Projektflyer.

*

Ich unterstütze die Spendensammlung für das Projekt – Roma in Kálló:

György Dalos (Schriftsteller, Berlin/Budapest)

Magdalena Marsovszky (Kulturwissenschaftlerin, Deutschland/ Ungarn)

Jule Nagel, Stephan Bosch, Richard Gauch (Bürgerinitiative „Leipzig Korrektiv“)

Dr. Cornelia Ernst (Mitglied des Europäischen Parlamentes, DIE LINKE)

——————————————

Hintergrund: Radio-Sendung zur Situation der Roma in Ungarn Teil 1 – 4

Link anklicken und dann nur noch oben auf Anhören drücken!
Teil 1
[Interview mit Jenő Zsigó vom Romaparlament – mehr zu ihm hier auf diesem Blog – u.A. über die Diskriminierung der Roma bei der Beschäftigung]
Teil 2
[über die kommunalen Arbeitsprogramme (Zwangsarbeit)]
Teil 3
[Die Leipziger Aktivisten über das Verschwinden der traditionellen Roma-Musik durch die Hasskultur; die Armut auf dem Land; das Projekt in Kálló; Gina Böni über das „Modell Érpatak“ unter dem rechtsextremen Bürgermeister; Roma-Aktivisten berichten von alltäglichen rassistischen Übergriffen; die verbotene Ungarische Garde marschiert unter anderen Namen weiter;  die  Polizeipräsenz bei Aufmärschen der Garde kostet Milliarden an Steuergeldern.]
Teil 4
[Jenő Zsigó über die Romamorde und die Atmosphäre der Bedrohung; alle  parlamentarischen Parteien haben ihre Versprechen gegenüber den Roma nie eingehalten;  Mobilisierung der Roma zur Selbstorganisierung.]

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