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Chanukka-Leuchter in Budapest beschädigt

30. November 2013

Die beiden [Update: drei] zum jüdischen Lichterfest in Budapest  aufgestellten Chanukka-Leuchter wurden von Unbekannten beschädigt.  Die Polizei ermittelt „wegen Verdacht auf Vandalismus gegen unbekannt.“

Der Leuchter auf dem Platz vor dem Westbahnhof wurde in der Nacht zum Samstag, der auf dem Deák-Platz bereits am Mittwoch beschädigt, so die Budapester Polizei gegenüber der Ungarischen Nachrichtenagentur MTI. In beiden Fällen wurde eine Beschriftungstafel abgerissen.  (Nol/MTI)

Laut Augenzeugen auf Facebook brannte der Leuchter am Westbahnhof heute Abend nicht; er wurde von mehreren Personen bewacht, daneben ein Polizeifahrzeug mit Kamera.

(Foto: Zoltán Lovas, Facebook)

[Update 1.12.: Inzwischen gab es einen weiteren, per Überwachungskamera dokumentierten Fall am Örs vezér tere; die Polizei sucht drei Jugendliche und einen Mann.  (Index)

Update Ende.]

*

Das Fidesz-Gratis-Blatt Metropol gibt in der Onlineversion als zum Thema gehörig folgenden Artikel an:

Albert Wass-Statue beschädigt, 27.11.

In der Nacht zum Mittwoch hatten Unbekannte auf den Sockel der Albert Wass-Statue im XVII. Budapester Bezirk ein Hakenkreuz gesprüht und das Gesicht schwarz gemalt. Auch das  Straßenschild des Albert Wass-Platzes wurde geschwärzt. Zu Albert Wass vgl. Post Fidesz, Jobbik, Albert Wass und die “Landnahme der Ratten”, 7. Juni 2013.

wass meggyalazott szobor

Der Fall ging durch die Medien; die Seite des Fidesz-Friedensmarsches „Bürgerportal“ kommentierte noch am selben Tag:

Wie unser Portal kürzlich die Bücherverbrennung in Miskolc [durch die rechtsextreme Paramiliz MNA am 15. Oktober] zutiefst verurteilte, wo auch Werke des ungarischen Dichters Miklós Radnóti verbrannt wurden, verurteilen wir genauso ausdrücklich die Schändung der Statue des ungarischen Schriftstellers Albert Wass.

Das Andenken an einen ungarischen Faschisten und Antisemiten und das Andenken an ein jüdisches Opfer der ungarischen Faschisten und Antisemiten geht für den Fidesz-Mainstream problemlos zusammen.

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(Naziportal jovonk.info)

Die Radnóti-Statue an der Stelle seiner Ermordung bei Győr wurde kürzlich zerstört, siehe tagesanzeiger.ch: Unfall oder antisemitischer Anschlag?, 28.11.

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