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Kommunalwahlen 2014: Jobbik zweitstärkste Partei

12. Oktober 2014

Fidesz behält seine Übermacht, Jobbik ist zweitstärkste Partei in 17 von 19 Komitatsversammlungen und stellt 13 Bürgermeister in 9 Komitaten (2010: 3 in einem Komitat). Die Liste der Gemeinden mit Jobbik- oder von Jobbik unterstütztem „unabhängigen“ Bürgermeister. Updates folgen.

Pester Lloyd:

+ + + 12. Oktober 21:52 Uhr:

Zwischenfazit: Die Kommunalwahlen in Ungarn sind ohne große Überraschungen über die Bühne gegangen. Fidesz behält seine Übermacht in den Provinzen, auch als umkämpft angesehene Städte gingen an die Orbán-Partei. Mehrere Gemeinden sowie bis zu sechs Klein- und eine Mittelstadt gingen an Jobbik-Neonazis, die sich als zweite politische Kraft in Ungarn etablieren konnten. Szeged bleibt als einzige Großstadt in MSZP-Hand und rund ein Viertel der Budapester Bezirke geht an Kandidaten der Linken, die bei mehr Einigkeit weitaus mehr hätten erreichen können. Der Fidesz-OB in Budapest bleibt auch deshalb auf seinem Sessel, der Gesetzgeber sicherte ihm auch die Mehrheit in der Stadtversammlung. Bokros` Performance von rund 1/3 der Stimmen ist achtbar, eine klare Strategie der Mitte-Links-Truppe hätte in der Hauptstadt einen Machtwechsel herbeiführen können. Bemerkenswert ist, dass DK und E-PM die MSZP hier überflügeln. Die Distanzierung der Grünen (LMP) hat ihnen nichts gebracht.
Es zeichnet sich ab, dass – neben Békéscsaba (64.000 Einwohner) und bisher 10 kleineren Gemeinden, auch die Städte Ózd (35.000 Einwohner) bei Miskolc und Tapolca (16.000 Einwohner, nördlich des Balaton) und Törökszentmiklós (bei Szolnok, ca. 21.000 E.) an Jobbik-Kandidaten fallen.

[Update 13.10.: Eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse der Kommunalwahlen in Ungarn beim Pester Lloyd.]

Stärkste Partei in den Komitatsversammlungen: Fidesz-Kdnp (Orange)

Platz1

Jobbik (im Schaubild unten braun) wurde in 17 von 19 Komitaten zweitstärkste Partei. Die Partei stellt 13 Bürgermeister in 9 Komitaten (Index), (2010: 3 in einem Komitat).

Platz2

(Bild: vs.hu; interaktive Infografik auf Index.hu.)

Gemeinden mit Jobbik- oder von Jobbik unterstütztem „unabhängigen“ Bürgermeister

(Stand 13.10., 00:50 Uhr, etwaige Änderungen werden nachgetragen)

Zum Vergleich 2010:

  • Tiszavasvári
  • Hencida
  • Hegyháthodász

Update: Das Jobbik-Wahlkampfvideo aus Ózd: „1 Minute – 5 Jahre stehen auf dem Spiel! Für die Landwirtschaft. Für die Lebensmittelindustrie. Für die kleinen Handwerksbetriebe. Für die öffentliche Sicherheit (Bürgermeisterkandidat Dávid Janiczák posiert mit zwei Männern in der Uniform der verbotenen ungarischen Garde bzw. der kürzlich ebenfalls verbotenen Jobbik-Bürgerwehr „Schönere Zukunft“ – ohne explizite Abzeichen oder Logos, aber deutlich genug.). Für ihre Zukunft (posiert mit Säugling). Für die Ózder und Ózd. Denn wir lieben Ózd.“

2 Kommentare leave one →
  1. paskom.com permalink
    13. Oktober 2014 12:24

    Zitat Artikel:

    „Szeged bleibt als einzige Großstadt in MSZP-Hand und rund ein Viertel der Budapester Bezirke geht an Kandidaten der Linken“

    Ein kleines Verständnisproblem.An wen gehen diese Budapester Bezirke nun genau? An die Linken oder an die MSZP?

    • pusztaranger permalink
      14. Oktober 2014 17:25

      Pester Lloyd: „In Budapest werden 17 der 23 Bezirksbürgermeister vom Fidesz sein, ein Bezirk ging an eine Bürgerliste, fünf an MSZP, DK, E-PM bzw. je eine Allianz daraus.“

      Konkret: XIII. und XIX. Bezirk Sozialisten MSZP, XV. Bezirk DK, XIV. Bezirk Gemeinsam-PM, XX. Bezirk ein Bündnis aus MSZP, DK und Gemeinsam-PM, XXIII. Bezirk Bürgerliste. Hier im Schaubild zu sehen.

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