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Offener Antisemitismus bei Orbáns Chefideologin Mária Schmidt

3. Juli 2014

Am 16.6.schlossen Bundespräsident Joachim Gauck und der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Hubertus Knabe eine Kooperation mit dem Budapester Museum „Haus des Terrors“, bzw. seiner Leiterin, der Historikerin Mária Schmidt. Nach der Lektüre ihres aktuellen Artikels  – hier in vollständiger Übersetzung – dürfte klar sein, warum Schmidt als Kooperationspartnerin der Bundesregierung untragbar ist.

Zur Dokumentation hier die vollständige Übersetzung des aktuellen Artikels „In den Klauen der Vergangenheit“ der Historikerin Mária Schmidt, der Leiterin des Museums „Haus des Terrors“, im regierungsnahen Wochenmagazin Válasz vom 26.6.2014. Ein Kommentar folgt in Kürze; derweil ausführlich bei Hungarian Spectrum: Undisguised anti-Semitism of Viktor Orbán’s chief ideologue, the historian Mária Schmidt.

Mária Schmidt wird auch das neue – noch nicht fertiggestellte – Holocaust-Gedenkzentrum „Haus der Schicksale“ leiten, vgl. Deutschlandradio.

Mit Mária Schmidt als Leiterin des Hauses des Terrors haben Bundespräsident Joachim Gauck und der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Hubertus Knabe am 16.6. eine Kooperation  geschlossen – und legitimieren so den Geschichtsrevisionismus der ungarischen Regierung, deren Hauptvertreterin – neben dem Militärhistoriker Sándor Szakály – Mária Schmidt ist.

Zu Joachim Gauck auf diesem Blog:

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(vorne, v.l.: Gauck, Knabe, Schmidt. Haus des Terrors, Facebook.)

Zur Übersetzung: Der auf valasz.hu nicht öffentlich zugängliche Artikel wurde hier ohne Fußnoten ins Netz gestellt, das ist die Grundlage der Übersetzung; seither hat Schmidt die unredigierte Version auf ihrer Webseite veröffentlicht. Ein Textabgleich mit der Printausgabe bzw. der unredigierten Version sowie die Übersetzung der Fußnoten konnte aus Zeitgründen nicht geleistet werden, wird aber evtl. nachgeliefert.

Übersetzung PR und Literaturübersetzerin N.N., die für diese ehrenamtliche Knochenarbeit einen Orden verdient hat.

Wer sich den ganzen Text nicht antun will, scrolle zu den rot markierten Highlights im unteren Teil.

In den Klauen der Vergangenheit

von Mária Schmidt

26.6.2014

Nach den Wahlen von 2014 werden der Einfluss der linksliberalen Meinungsmacher und ihr geistiger Terror, der nun schon Jahrzehnte andauert, allmählich zunichte. Die emblematischen Figuren der linksliberalen [„ballib“, pejorativ] Truppe, die den Kanon angaben, fühlten sich jahrzehntelang berufen zu entscheiden, wer salonfähig ist und wer nicht, wer zum Star gemacht werden kann oder sogar muss und wer nicht. Nun, die „Unfehlbaren” verlieren jetzt endlich auch den winzigen Überrest ihres Ansehens, den sie bis zum Frühjahr dieses Jahres in den Augen Einiger noch zu bewahren vermochten. Der „Zusammenschluss für den Regierungswechsel“, zu dem sich die linksliberale Seite für die Wahlen 2014 zwang, ist spektakulär gescheitert, und das diente zum Beweis dafür, dass die „Klugen“ nicht nur das 21. Jahrhundert nicht verstehen, sondern sich endgültig in die Gedankenwelt und Wertvorstellungen von 1968 eingekapselt haben, deren Haltbarkeitsdatum längst abgelaufen ist. Sie zwangen der damals noch lebensfähig scheinenden Partei der Linken, der MSZP, einen derart prinzipienlosen Kompromiss auf, der den Erneuerungsprozess der Partei endgültig unmöglich machte. Diese Intellektuellengruppe, die keinerlei Verantwortung trägt, griff Attila Mesterházy und andere sozialistische Politiker, die vielleicht versucht hätten, ihren Blick auch auf die Welt außerhalb ihrer Werte- und Interessenwelt zu richten, wenn sie denn die nötige Courage gehabt hätten, permanent an und demütigten sie.


Geschichte ist keine Religion


Ein Teil der jüngeren sozialistischen Politiker erkannte nämlich, dass jener Weg, den Viktor Orbán in den vergangenen 25 Jahren beschritten hat, auch für sie viele Lehren bereithält. Sie beobachteten und verstanden, wie er Fidesz nach der Wahlniederlage von 2002 neu organisierte und schlagkräftig machte. Wenngleich sie hinsichtlich dessen vor allem den organisatorischen und technischen Aspekt als Vorbild betrachteten; dass jedoch die emotionale Gemeinschaft dahinter, die auf einer Gedankenwelt und Wertvorstellung aufbaut, für diese gut funktionierende politische Kraft ein mindestens genauso wichtiger, vielleicht sogar ein noch wichtigerer Aspekt ist, verstehen sie wohl nicht einmal heute. Mesterházy erkannte auch, dass die Partei den Vorsprung, der aus dem Umstand resultierte, dass es sich um eine postkommunistische Nachfolgepartei handelte, verloren hatte, und was davon übrig geblieben war, war zu wenig, um die MSZP auch im 21. Jahrhundert zu einer relevanten politischen Kraft zu machen.
Doch der Dunstkreis der linksliberalen Intellektuellen und Medien ist noch nicht einmal so weit. Sie begreifen nicht, dass 2008 das neue Jahrhundert begonnen hat, das andere Machtverhältnisse, andere Fragestellungen, andere Konflikte mit sich bringt. Und für diese müssen wir neue Antworten finden. Stattdessen wollen sie die Diskussionen des 20. Jahrhunderts im 21. Jahrhundert gewinnen und suchen nicht aus der Vergangenheit eine Orientierung hinsichtlich der heutigen Herausforderungen. Die Vergangenheit bietet uns jedoch nur dann Anhaltspunkte zu den Fragen der Gegenwart und Zukunft, wenn wir fähig sind, sie unvoreingenommen, möglichst vorurteilsfrei zu studieren. Und das ist es, wozu das linksliberale intellektuelle Lager, das den politisch korrekten Kanon ausgearbeitet und seine Macht darauf begründet hat, nicht in der Lage ist. Sie können nicht verdauen, dass andere Interpretations- und Verständnisversuche in einer freien Gesellschaft genauso legitim sein mögen wie ihre eigenen, und dass die Position, die sie vertreten, nicht mehr das privilegierte, von der Macht [gemeint ist die Regierung] der Gesellschaft aufgezwungene Narrativ ist, das es damals, zur Zeit ihrer Herrschaft gewesen ist.
Es wäre an der Zeit, endlich zur Kenntnis zu nehmen, dass die Geschichte keine Religion ist. Trotz Marx‘ Versprechen ist sie auch als Religionsersatz nicht zu gebrauchen. Geschichte ist nicht identisch mit Moral. Die Aufgabe des Historikers ist es zu erklären, zu analysieren, zu verstehen und verständlich zu machen. Der Historiker ist kein Richter, kein Staatsanwalt und auch kein Verteidiger. Der Historiker darf die ideologischen Schemen seiner Zeit nicht in die Vergangenheit projizieren und darf die Geschehnisse der Vergangenheit nicht mit der Sensibilität seiner Gegenwart betrachten. Ein gutes Beispiel dafür ist jene unselige und fruchtlose „Debatte“, die seit Monaten um das Denkmal für die Opfer der Nazi-Besatzung 1944 auf dem Freiheitsplatz ausgetragen wird. Über die Aktionen, die Medienaufmerksamkeit erregen sollen, will ich jetzt gar keine Worte verlieren, und was die Einwände betrifft, gehe ich auch nur auf die „inhaltlichen“ ein. Auch mit der Wahl des Standorts will ich mich nicht beschäftigen, denn wie die US-Botschaft einen der schönsten öffentlichen Plätze Budapests verschandelt hat, das übertrifft jedes Maß. Sich auf die ästhetische Qualität des Platzes zu berufen, ist also mehr als verlogen.
Gemeinsamer Nenner der historisch anmutenden Bedenken ist, dass Ungarn Verbündeter des Dritten Reichs gewesen ist, die Nazis unser Land also in Wirklichkeit gar nicht besetzt haben. Diesem Gedankengang zufolge kann man die Besetzung durch die Nazis am 19. März 1944 also auch als „freundschaftliche Hilfeleistung“ bezeichnen, ähnlich wie die Sowjetarmee ihrem Verbündeten Ungarn am 4. November 1956 „zu Hilfe kam“. Eben jene Sowjetarmee, die uns 1945 „befreite“ und auch gleich ein halbes Jahrhundert blieb. Manche behaupten sogar, die Ungarn hätten sich über die Besatzung gefreut, die Nazitruppen glücklich mit einem Blumenregen empfangen. Es mag auch solche gegeben haben, so wie sich auch der besetzenden Roten Armee die Moskowiterfreunde, die Vaterlandsverräter und die Kollaborateure anschlossen. Aber zu behaupten, dass die Ungarn sich 1944, 1945 oder 1956 über die fremde Besatzung gefreut hätten, kann nur mit niederträchtiger Absicht geschehen.


Täter und Opfer


Ihr zweites Gegenargument ist, dass das Denkmal keinen Unterschied zwischen Tätern und Opfern macht. Das heißt ihrer Ansicht nach ist vorstellbar, dass sich jemand an der Verfolgung unserer jüdischen Mitbürger beteiligte und dann Opfer des Krieges wurde. Wer will, kann sich das so vorstellen. Denn der Krieg ist nun einmal so: Er sucht sich die Unschuldigen nicht aus und verschont sie nicht, um nur die Verbrecher zu vernichten. Jedes Kriegsdenkmal birgt dieses Risiko in sich, in jedem Teil der Welt. Auch auf dem Freiheitsplatz ragt das sowjetische Ehrenmal in die Höhe, das auch derjenigen sowjetischen Soldaten gedenkt, die mehr als hunderttausend ungarische Frauen geschändet, das ganze Land ausgeraubt und terrorisiert haben. Gegen dieses Denkmal organisieren die selektiv Empfindlichen [antisemitischer Code] natürlich keine Flashmobs.

[Einschub PR: Proteste gegen das Denkmal der Deutschen Besatzung:

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Fotos: Christopher Adam, Kanadai Magyar Hirlap. Einschub Ende.]

Diejenigen Argumente, denen zufolge  der ungarische Staat nicht „unschuldig“ war, weil seine Gesetzgebung vor der Nazi-Besatzung Gesetze verabschiedet hatte, die unsere jüdischen Brüder und Schwestern diskriminierten, und sogar 1941 über zehntausend Bürger jüdischer Abstammung deportierte, die ihre Staatsbürgerschaft nicht angemessen dokumentieren konnten, machen die Tragödie der Besatzung und ihrer Folgen nicht kleiner. Das Opfer macht nämlich nicht der Umstand zum Opfer, dass es unschuldig ist, sondern, dass es die Aggression eines stärkeren Gegners erleidet. Das 20. Jahrhundert ist reich an Tragödien, so wie auch die vorangegangenen Epochen. Nicht nur vereinzelt kam es vor, dass einige der Opfer später zu Tätern wurden. [Gemeint sind Holocaustüberlebende, die später Positionen im kommunistischen Staat bekleideten, der Topos des „Judäobolschewisten“ bzw. Kommunismus als „Judenterror“.]
In den letzten Jahrzehnten jedoch  kam es dazu, dass der Opferstatus absolut gesetzt wurde. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem bestimmte Gruppen das tragische Schicksal ihrer Vorfahren als erbliches und in Vorteile einzulösendes Privileg betrachten möchten und den „Opferstatus“ auch auf diejenigen Generationen ausdehnen wollen, die keinerlei Atrozitäten erlitten haben. All das hat schwerwiegende Konsequenzen. Wenn der Opferstatus vererbbar wird, dann vererbt sich auch die „Täterschaft“. Wir haben zwei Diktaturen erlebt. Wir sind voller einstiger Täter und Opfer bzw. ihren Nachfahren. Dieses Denkmal entsteht als Denkmal der Versöhnung und Friedensangebot. Denn es gibt viele, darunter auch meine Großmutter, die im Zweiten Weltkrieg umgekommen sind − bei den Bombardierungen, der Belagerung Budapests − und deren anonyme Gräber wir nicht einmal kennen. Und es gibt ungarische Politiker, Personen des öffentlichen Lebens, die ihrer politischen Überzeugung wegen von den Nazis ermordet, in Lager gesperrt, in den Tod gerissen wurden. Nicht dafür, was sie waren [lies: im Unterschied zu den  Juden – die wohlgemerkt seit 1920 und besonders ab 1938 durch den eigenen Staat auf „rassischer“ Grundlage erfasst, diskriminiert und deportiert wurden], sondern dafür, was sie dachten und taten. Ist ihr Martyrium weniger wert oder womöglich nicht einmal erwähnenswert? In der kommunistischen Diktatur stand gar nicht zur Debatte, ihrer zu gedenken. Dieselben, die die Geschichtstheorie jener Diktatur ausgearbeitet und sie repräsentiert haben, wollen uns 70 Jahre nach der Tragödie daran hindern, endlich die Blumen des Gedenkens und der Pietät für alle ungarischen Opfer der Zeit nach der Nazibesatzung niederzulegen. Noch immer wollen sie uns vorschreiben, wen wir betrauern dürfen und wen nicht, um wen wir weinen dürfen und um wen nicht. Sie schreiben uns für jeden Tag des Jahres Empathie vor, während sie ihre Herzen verschließen und dem Schmerz anderer gegenüber taub und blind bleiben. Dabei sind auch sie ein Teil dessen. Mit diesem Verhalten schließen sie sich aber aus unserer nationalen Gemeinschaft aus, denn sie tun so, als ob sich all die Tragödien, die das Ungarntum heimgesucht haben, nicht in unserer gemeinsamen Trauer auflösen könnten.
Die gegen das Denkmal vorgebrachten Argumente versuchen, Identitätspunkte für das offenbar langfristig in die Opposition geratene und „demokratische“ Lager zu markieren, das den Boden unter den Füßen verloren hat. Indem sie die jahrzehntealten Topoi von „Christenfeindlichkeit” und „Magyarenfeindlichkeit” aufwärmen, versteinern sich die marxistischen, internationalistisch verwurzelten ungarischen Linksliberalen zum beharrlichsten Einschluss, zu einem Fremdkörper, jenes Lagers, das auch in Westeuropa mit der Verkündung des Überschreitens des nationalen Gedankens im Begriff ist, zurückgedrängt zu werden. Die Engelsdarstellung hat bei ihnen reflexartig eine Hasskampagne ausgelöst, zu der in unserem Vaterland allein die  atheistisch verpflichtete, extremistisch intolerante, marxistische Gruppe in der Lage ist.


Die Verantwortung des Mörders und Mittäters


Die unter dem Vorwand der Auseinandersetzung mit dem Denkmal erhobenen Anklagen sind im Hinblick auf die gutherzigen Ungarn tief verletzend und ungerecht.
Ihre Wortführer wollen die Ungarn nämlich als noch niederträchtiger und verbrecherischer darstellen, als die Nazis es waren. Sie leugnen den Unterschied zwischen Mörder und Mittäter. Sie suggerieren, dass  die Nazis bei der Deportation und Ermordung unserer jüdischen Mitbürger eine untergeordnete Rolle spielten und die wahren und einzigen Schuldigen die Ungarn waren. All das entspricht natürlich weder den historischen Tatsachen noch den Erfahrungen der ungarischen Gesellschaft, sondern nur dem Anspruch, sich den Deutschen und anderen ausländischen Mächten anzubiedern und es ihnen recht zu machen.
„Die Tatsache nämlich, dass bis zur Nazi-Besatzung das fast eine Million zählende ungarische Judentum zusammen mit der Masse der hierher geflohenen Flüchtlinge nicht in direkter Lebensgefahr schwebte, wusste auch damals jeder, und dies hat außer ihnen seither auch niemand geleugnet. Wer könnte trotz der verantwortungsvollen kritischen und selbstkritischen Auseinandersetzung anzweifeln, dass die Hauptverantwortung den deutschen Nationalsozialismus trifft,  der den Massenmord schließlich zu seinem politischen Programm machte, ihn plante und vollstreckte; ohne ihn hätte es in Ungarn keinen Holocaust gegeben” – schrieb György Ránki in seiner zum Klassiker gewordenen Arbeit.
Ähnlich klingt auch die Botschaft der Pressekonferenz Präsident Roosevelts am 24. März 1944: „
Die Ereignisse der letzten Tagen haben dazu geführt, daß hunderttausende Juden, die zwar unter Verfolgung lebten, aber in Ungarn und auf dem Balkan wenigstens einen Schutz vor dem Tod gefunden hatten, nun, da Hitlers Truppen sich schwerer auf diese Länder werfen, von Vernichtung bedroht sind.“ Und auch der Brief von Ottó Komoly, dem Vorsitzenden des Ungarischen Zionistischen Bundes, vom 25. Februar 1944, den er dem Exekutivkomitee der Jewish Agency schrieb: „Ungarn bezeugt unter außergewöhnlich schwierigen Umständen sozusagen einen heroischen Widerstand gegenüber seinen mächtigsten Nachbarn und ist dessen Forderungen nach judenfeindlichen Maßnahmen immer nur zögerlich und in wesentlich verringertem Maße nachgekommen. Mit dieser nur in Schritten erfolgenden Erfüllung derselben ist es dem Land bis heute gelungen, das Leben von 750 000 jüdischen Bürgern zu retten.“
Ist es möglich, dass der Präsident der Vereinigten Staaten, der damalige Vorsitzende der ungarischen Zionisten und der hervorragende Historiker György Ránki, der Auschwitz überlebte und mehrere Grundlagenwerke über diese Epoche veröffentlichte, die Rolle der Nazis bei der Vernichtung des ungarischen Judentums gleichermaßen falsch beurteilen? Es ist typisch, dass sich die Gegner des Denkmals statt auf sie auf die skrupellosesten Übeltäter berufen: auf die Aussagen Eichmanns und Veesenmayers, mit denen diese sich selbst rechtfertigen wollten. [Gemeint sind deren Aussagen, dass die ungarische Verwaltung die deutschen Erwartungen selbsttätig »übererfüllt« hätte.]
„Das größte Hindernis bei der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist, dass wir es oft selbst nicht wagen, uns der Vergangenheit unserer eigenen Familie zu stellen“, sagt der zivile Aktivist András Rényi, der gegen das Denkmal eine Gruppe mit dem Namen „Lebendiges Denkmal, meine Geschichte“ organisierte. Diese These gefällt mir. Wie wäre es, wenn er gleich mit gutem Beispiel voranginge und darüber reden würde,  wie es war, in einer der privilegiertesten Familien des Parteistaats aufzuwachsen, und zu welchem Preis sein Vater eine führende Persönlichkeit, verantwortlich für den Informationsfluss im Parteistaat, ständiger stellvertretender Chefredakteur der Népszabadság, bleiben konnte, darüber, wie seine Mutter sich in den Dienst der ständig wechselnden Ideologie der Partei stellte? Welche Vorteile bezogen sie daraus? Warum trat er mit 18 Jahren in die Staatspartei ein? Denn auch das ist unsere gemeinsame Geschichte. Noch dazu ist sie genauso lebendig, aber leider noch weniger aufgearbeitet, und sie schmerzt mindestens ebenso. Auch das wäre ein wichtiger Schritt hin zu einem lebendigen Gedenken, das er vermisst! Unter den Protestierenden gibt es mehrere, die etwas zu ihrer eigenen Vergangenheit oder der ihrer Familie im Parteistaat sagen könnten oder müssten. Sie vertrauen darauf, dass sie, wenn sie unaufhörlich über die Geschehnisse von vor 70 Jahren oder noch früher sprechen, um die Antworten auf die obigen Fragen herumkommen.

Imperiale Theorie

Das größte Problem der linksliberalen Elite ist es, dass die Wortkombination „ungarisches Interesse“ für sie keinen Sinn ergibt. Stattdessen betrachten sie sich mit jeder Nervenfaser als Mitglieder einer undefiniert „fortschrittlichen”, eleganter: „progressiven” und darum sinngemäß das Nationale hinter sich lassenden oder übernationalen, lies, kosmopolitischen oder internationalistischen Wertegemeinschaft, während einige ihrer Vertreter nicht einmal bemerken, dass sie sich zu Sklaven fremder Interessen verdingt haben. Natürlich gibt es unter ihnen auch solche, die für ihre Mühen anständig bezahlt werden. Daran ist nichts Überraschendes, das ist es, woran sich unsere Linken gewöhnt haben, darin sind sie sozialisiert. Wie in der Vergangenheit, so schützen sie auch jetzt die Interessen des jeweiligen imperialen Status Quo. Solange das Sowjetimperium existierte, betrachteten sie die Vertretung der sowjetischen Interessen als richtunggebend, jetzt hingegen haben sie sich zu sklavischen Bedienern der Interessen des Westens umgeschult, also der Vereinigten Staaten bzw. der Europäischen Union, eventuell Deutschlands. Ich erinnere mich in den letzten mehr als zwanzig Jahren an keinen einzigen Fall, in dem ihrer Meinung nach nicht der „entwickelte Westen“ oder ein uns kritisierender Nachbar uns gegenüber im Recht gewesen wäre, bzw. hätte sein sollen. Wie auch die Übernahme des „auf einer höheren Entwicklungsstufe“, „an der Spitze“ stehenden sowjetischen Beispiels ohne mit der Wimper zu zucken stattfand, man nicht aufhörte zu fordern, ihre Interessen zu unseren eigenen zu machen, als noch dies als die Erwartung galt.
Das hat zwei Gründe. Der eine ist, dass ihrer Meinung nach der jeweilige Sieger immer auch Recht hat. Wenn sie also die Wahrheit des aktuell als stärker Erscheinenden vertreten, stehen sie auf der wahren, d. h. der guten Seite. Außerdem, und das ist das Wichtigste: Jedes Mitglied dieser Gruppe ist ein überzeugter Feind der Nation. Ihrer Ansicht nach steht das Imperium − sei es das der Sowjets, der EU oder der Amerikaner −, an sich über jedem Ungarn, und darum ist alles, das das Nationale überwindet, zu unterstützen, was dies aber nicht tut, zu verwerfen. Für sie ist die Nation gefährlich, unsympathisch, das nationale Interesse spielt also als Gesichtspunkt keine Rolle, seine Vertreter sind Relikte eines rückständigen, gefährlichen, prämodernen Zustandes. Es ist kein Zufall, dass sie im Ausland überall so gehypt werden. Wenn nötig, werden ihre Dienste mit Stipendien, Jobs gedankt und hier und da damit belohnt, dass jemand regelrecht zum Star gemacht wird.

Was also in diesen linksliberalen Intellektuellen ein Kontinuum darstellt, das ist die Begeisterung für alles, das über den Nationen steht, das das Nationale überwindet, die Begeisterung für das Imperialistische. Für sie ist alles, was mit dem Nationalen, konkret mit dem ungarischen Interesse zu tun hat, suspekt, provinziell, zu verspotten. Darum interessieren sie die Ungarn jenseits der Landesgrenzen und die Interessen der ungarischen Wirtschaft nicht, darum stellen sie sich glücklich zustimmend hinter jede Kritik, Schelte und Rüge aus dem Ausland, egal aus welcher noch so unbedeutenden oder verdächtigen Quelle sie stammt. Es ist kein Wunder, dass die von Mesterházy angeführten Sozialisten mit jeder einzelnen ihrer unschlüssigen Geste, mit der sie versuchten, sich etwas einem Politisieren gemäß den ungarischen Interessen zuzuwenden (Besuch in Kolozsvár, die Unterstützung der Autonomie der Székler), Minuspunkte sammelten und sich bei den „Allwissenden“ diskreditierten. All dem setzten sie damit die Krone auf, dass sie in Zusammenhang mit den von Imperien präferierten Themen (Holocaust, Rassismus, Romafrage, Ehe von Homosexuellen etc.) nicht bereit waren, mehr als das geforderte Minimum zu erfüllen, anders als der „Kreis der Unterzeichner“ [regierungskritischer Petitionen] bzw. deren politische Vertretung: der neue SZDSZ, die DK. Was die MSZP an ihrer Stelle nur oberflächlich in der Wahlkampagne vertrat, dieses „Demokratieprojekt“, hatte schwer zu entschlüsselnde Botschaften. Dieser Inhalt erschwerte der MSZP eine Kommunikation mit den ungarischen Bürgern ohnehin.
Der überwiegende Teil der ungarischen Wähler hat die Diktatur nämlich am eigenen Leib erfahren. Er hat keinen Bedarf daran, von amerikanischen oder europäischen Bürokraten belehrt zu werden, was der Unterschied zwischen freien und unfreien Wahlen, zwischen Redefreiheit und parteistaatlicher Zensur, zwischen Demokratie und Diktatur ist. In all diesen Dingen haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Nicht von den westlichen „Besorgten“ erwarten wir eine Entscheidung, wann wir frei und wann wir Gefangene sind. Die Argumente der „demokratischen“ Opposition bezüglich den „checks and balances“ sowie anderen „Fakten“ des „Demokratiedefizits“ im Wahlkampf decken sich nicht mit den Erfahrungen der ungarischen Gesellschaft, darum blieb das ständige Wiederholen dieser, wie auch das Wahlergebnis bewies, überaus kontraproduktiv. Sich auf das „Demokratiepaket“ und den „Zusammenschluss“ einzulassen, konnte darum nur unter Zwang geschehen. Was mochte den Sozialisten im Tausch dafür versprochen worden sein? Und von wem? Die Unterstützung des linksliberalen Dunstkreises gehörte natürlich nicht zu den Versprechen, denn jeder führende MSZP-Politiker musste die Erfahrung machen, dass er für diese Truppe trotz des Zusammenschlusses genauso unakzeptabel blieb wie die Vertreter der Gegenseite, mit dem Unterschied, dass man Letztere wenigstens etwas fürchtet, sie darum respektiert und Angst vor ihnen hat, während die Sozis verachtet werden und man auf sie herabsieht.

Die westlichen Besorgten

Die „Gruppe der Unfehlbaren“ verurteilte die ungarische politische Elite der Zwischenkriegszeit deshalb ein halbes Jahrhundert lang, weil sie zum Westen gehören wollte, nach den Erfahrungen mit der Räterepublik das kommunistische Modell verwarf und die Sowjetunion deshalb als Feind betrachtete. Unzählig waren die Belehrungen darüber, wie überflüssig die Kriegserklärung an die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg gewesen sei, warum [nur] wir Stalins angebliche Friedensangebote nicht angenommen hätten etc. Man zeigte sich immer und immer wieder verständnislos, dass die politische Elite unter Horthy nicht begriffen habe, welche Macht die Sowjetunion darstellte, und dass Ungarn sich seinem mächtigen östlichen Nachbarn anpassen muss. Heute geht es in dem an unseren Grenzen ausgetragenen Zweikampf zwischen den Großmächten Russland und Amerika, der an der Oberfläche um den Einfluss auf die Ukraine stattfindet, in der Tiefe jedoch darum, die Grenzen der neuen Einflusszonen auszuloten, die sich von mehreren Seiten gegen das sich momentan unschlüssig und schwach zeigende amerikanische Imperium in Bewegung setzen. Von der ungarischen Politik sind es gerade sie, die eine unbedingte Russenfeindlichkeit einfordern. Sie tun dies, obwohl Europa im Umgang mit dem Konflikt überaus geteilt ist, und sowohl die deutsche Kanzlerin wie auch Präsident Obama äußern sich in der Frage derart zurückhaltend, dass der Mensch noch geboren werden muss, der versteht, was sie in Wirklichkeit denken. Es ist offensichtlich, dass die ungarische Politik − gerade wegen der determinierenden Stärke Russlands in der Region – den Interessen der Nation dann am meisten dient, wenn sie vorsichtig und besonnen vorgeht. Denn im Gegensatz zu ihnen erwartet und fordert die überwiegende Mehrheit der ungarischen Wähler von ihren gewählten Führern die Vertretung der ungarischen nationalen Interessen.
Die ausdauerndsten Anhänger dieser Elite, die das 21. Jahrhundert nicht versteht, kommen aus der älteren Generation der linksliberalen Seite, die daran gewöhnt wurde, vom „Club der Unterzeichner“ über den richtigen Weg instruiert zu werden. Diese zum unbedingten autoritären Gehorsam organisierte und im Herdengeist trainierte Spitzentruppe ist seit Jahrzehnten nicht daran interessiert, was außerhalb des Großen Rings geschieht [lies: jenseits der Budapester Innenstadt, in der das Budapester Ghetto lag], und ist darum nicht fähig, außer mit dem Rest ihrer gealterten Anhänger auch mit den jüngeren Altersgruppen zu kommunizieren, die − im Unterschied zu ihnen − an die Meritokratie glauben. Das heißt, für sie ist die Leistung wichtiger als der blinde Glaube, und vor allem wollen und können sie sich nicht der Hasslogik fügen, die dieser „Elite“ eigen ist. Sie erwarten Argumente, Analysen, Gedanken, und sie sind keineswegs davon beeindruckt, wenn die Mitglieder des Clubs statt intellektueller Leistungen nur dazu in der Lage sind, im Wochentakt Protestpetitionen zu unterzeichnen. Sie fordern statt Statements und Direktiven gültige Antworten, argumentative Debatten und ein Denken, das die schwarz-weiße Logik hinter sich lässt.

Mária Schmidt

10 Kommentare leave one →
  1. Sissy Fuß permalink
    3. Juli 2014 18:08

    „die von Imperien präferierten Themen (Holocaust, Rassismus, Romafrage, Ehe von Homosexuellen etc.)“ – das ist deutlich. Könnte auch von Putin oder einem AfDler sein. Wie der Text überhaupt diese unnachahmliche Mischung aus Auftrumpfen und Gejammer bietet, die man von Rechtskonservativen auf der ganzen Welt kennt (bei Frau Schmidt dominiert im Moment natürlich das Auftrumpfen, aber bei nächster Gelegenheit wird sie wieder auf die Tränendrüse drücken). Und köstlich wird es, wenn dieser Orbán-Zögling Anderen „autoritären Gehorsam“ vorwirft.

  2. Dr Thüroff permalink
    3. Juli 2014 20:55

    http://www.jungewelt.de/m/2014/07-03/049.php

  3. Karl Pfeifer permalink
    4. Juli 2014 05:19

    Der ungarische Historiker László Karsai nannte auf ATV (Egyenes Beszéd) Mária Schmidt eine „Geschichtsfälscherin“ und „Holocaustrelativierer“, auf die Frage, ob er denn keinen Prozess befürchtet, antwortete Karsai, dass er sie schon in der Vergangenheit so qualifiziert hat, Schmidt jedoch kein Verfahren eingeleitet hat.
    So dass man sagen kann: Die Chefideologin des „postkommunistischen Mafiastaates“ ist eine Geschichtsfälscherin.

  4. Maria permalink
    4. Juli 2014 18:31

    Die Übersetzung ist tatsächlich preisträchtig, vielen Dank an N.N.! Nur leider scheint die Originalrednerin auch ein beträchtliches rhetorisches Talent zu haben. Schade für Ungarn.

    Während mich allerdings der Fidesz-Antisemitismus ect. nicht mehr wirklich überraschen kann, bin ich entsetzt, dass Gauck immer noch, vor erst zwei Wochen, meint mit solchen Leuten Kooperationsvereinbarungen schließen zu können. Dieser Bundespräsident wird mir immer unverständlicher, unangenehmer, untragbarer.

  5. Minusio permalink
    5. Juli 2014 13:29

    Da hat sie ja fast nichts ausgelassen, die Frau Schmidt. Sie zählt zwar brav die Prinzipien der Arbeit eines Historikers auf, um sie flugs auf spektakuläre und spekulative Weise zu verraten.

    Für sie führt die Überwindung der Nationalismen, die uns so viele Kriege eingebracht haben, stracks zu Imperialismen – nicht unähnlich dem ebenso populistischen Schweizer Schwätzer Christoph Blocher, der das Ende gar in der Diktatur sieht. Dass die Idee des einmaligen Friedenprojekts der EU – politisch wie wirtschaftlich in Zeiten der Globalisierung ohnehin notwendig – im Transnationalismus liegt, in der Subsidiarität und in der Stärkung der Regionen, wofür es sogar bares Geld gibt, wenn man es nicht veruntreut, ist ihr und ihrem Häuptling leider entgangen. [Blocher hat sein Parlamentsmandat kürzlich niedergelegt: „Zeitverschwendung“. Hatten wir das nicht auch vom zweithöchsten ungarischen Repräsentanten gehört?]

    In ihren platten Lügen und dem typischen Triumphgeheul der Rechtsextremen, die endlich die Opposition ausgeschaltet haben, weil das Land ja schliesslich ihnen gehört, meint man gelegentlich Anklänge an den Propagandisten Goebbels zu hören.

    Angesichts der Tatsache, dass nach über 70 Jahren die wenigen Nachkommen viele Kulturschätze ihrer ausgelöschten jüdischen Familien immer nur noch in Museen besichtigen können, klingt die unverschämte Insinuierung der „Erbopfer“ wie zynischer Hohn.

    Der Historiker Götz Aly sieht den eigentlichen Grund des Holocausts in der Habgier der Nichtjuden. Ich halte diese Ansicht zwar für einen Irrtum. Wenn man aber hört, wie ungeniert Ungarn Geschäfte und Häuser ihrer gerade erst deportierten jüdischen Nachbarn plünderten, möchte man ihm aber fast glauben. Ausserdem gibt es Augenzeugen, die von durch Gendarmen zusammengetriebenen Juden auf dem Weg zum Bahnhof berichteten, ohne dass weit und breit ein Deutscher in Sicht gewesen wäre.

    Wenn Frau Schmidt von „Magyarenfeindlichkeit“ spricht, hat sie wohl den „Ungarnbonus“ vergessen, den das Land unter allen Ostblockstaaten bis vor kurzem im Westen genoss (bei einigen Unwissenden immer noch geniesst).

    Ihre gehässige Propaganda vergiftet das ohnehin eingeschränkte Denken der uninformierten ungarischen Mehrheit. Zu den entweder Uninformierten oder Böswilligen gehört offenbar auch der deutsche Bundespräsident, von dem ich einmal etwas gehalten habe.

    Man könnte Mária Schmidt als Stimme aus dem Papierkorb abtun, wenn sie nicht jene verbale und fanatische Gefährlichkeit an den Tag legte, wie sie halbgebildeten Gläubigen eigen ist. Sonst würde sie sich als angebliche Historikerin zunächst und energisch um eine der Stasi-Aktenbehörde ähnliche Aufarbeitungsinstitution kümmern.

  6. fasang permalink
    5. Juli 2014 19:45

    Das nicht besitzen der Macht ist noch keine Unterdrückung!!!
    Die hier umfassend beschriebene ung. links-liberalen (und sie sind nicht nur Juden!) empfinden es aber so. Leider. Zur Demokratie gehört es aber, dass manchmal – wie es nun mal bei frei Wahlen es vorkommen kann – man muss sich mit der Rolle der Opposition zufrieden geben. Das ist schwer! Sehr schwer für eine abgehobene Truppe die daran gewöhnt sind die „wichtige Sachen“ 60 Jahre lang im „Griff“ zu haben.
    Ich sehe ein; das ist nicht einfach!
    Im Übrigen: Das Gaskammer ist keine ungarische Erfindung. Das Wannsee Konferenz fand in Berlin und nicht am Plattensee statt. Die Deportationen in Ungarn hätten ohne Deutsche „Hilfe“ schon deswegen nicht stattfinden können, weil in Ungarn gab es keine KZs wohin man hätte deportiert werden können.
    Alle diese Sachen kamen mit der Wehrmacht nach Ungarn. Das ist die Faktenlage.
    Dann worüber reden wir überhaupt?

    • Minusio permalink
      8. Juli 2014 11:56

      Eine der wichtigsten Merkmale der Demokratie besteht laut Karl Popper darin, dass das Volk die Regierenden abwählen kann. Das ist seit der Wahlrechtsreform nicht mehr möglich: Man kann Orbán auf demokratische Weise nie mehr loswerden! Und dass jemand mit 27% der Stimmen aller Wahlberechtigten eine Zweidrittelmehrheit bekommt, ist in einer Demokratie grotesk! Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden – nachdem Orbán die ungarische Wirtschaft an die Wand gefahren hat und die Schulden ins Unermessliche gestiegen sind – nun doch gern eine andere, vielleicht ganz neue, vielleicht sogar konservative Partei wählen wollen und stellen plötzlich fest: Es geht nicht! Oder wenn es wie eine Wunder doch knapp ginge, kann eine andere Regierung gar nichts machen, weil alle wichtigen Gesetze Verfassungsrang haben und wieder nur mit einer Zweidrittelsmehrheit geändert werden können.

      An Ihnen kann man sehen, dass der Triumph der extrem Rechten, ihre Anhänger nicht nur kurzsichtig, sondern blind gemacht hat.

  7. Minusio permalink
    5. Juli 2014 23:13

    Interessanterweise hat Mária Schmidt an der Raoul Wallenberg Centennial Conference am 12. September 2012 in Dublin [ http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=eFFEk84YWFM ] die Ungarn als „Minions“ (Lakaien) der Deutschen bezeichnet. Ihr Vortrag ist langweilig, voller langer Zitate und ihr abgelesenes Englisch mangelhaft. Auch kann man wohl kaum davon sprechen, dass die Juden zum Tode „verurteilt“ wurden, weil das ein gerichtliches Verfahren voraussetzen würde.

    Trotzdem lässt sich nicht leugnen, dass Intention und Tonfall des obigen Artikels und ihr Dubliner Vortrag auf unerklärliche Weise völlig inkompatibel sind.

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